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Beat Brüderlin,
* 1963 in Basel,
daselbst wohnhaft und arbeitend
als freischaffender Künstler
und Gestalter/Texter.
Mitglied visarte.
_Gruppenausstellungen
Gewürzmühle, Basel, 2009
Regionale9, Kunsthalle Palazzo, Liestal, 2008/2009
«Him Hanfang», Ausstellungsraum Klingental, 2008
Internationale
Mail-Art Ausstellung Immenstadt (D), 2008
Galerie
Karin Sutter, «Kleinformat», 2007/2008
Regionale8, Kunstverein Freiburg (D), 2007/2008
Ausstellungsraum Klingental, «unter 2000,–», 2006
«horror vacui», Basel, 2006
«A6+/Die Postkarte als Kunstobjekt», Portes Ouvertes, 2006
Regionale5, Städtische Galerie, Weil am Rhein, 2004
Projektraum M54 visarte, Basel, 2004
Liste02, Kasko, «SuperMarket», 2002
Regionale, Kunsthaus BL, 2000
Galerie frontstore, Basel, 2000
Weihnachtsausstellung Klingental, 1998/1999
art & cité, Porrentruy, 1998
Weihnachtsausstellung Klingental, 1997
Kantonale BL Kunstausstellung, 1996/1997
Projektraum M54 visarte, Basel, 1996
Weihnachtsausstellung Klingental, 1995/1996
Kantonale BL Kunstausstellung, 1994
Projektraum M54 visarte, Basel, 1994
Galerie das Labyrinth, Basel, 1994
_Einzelausstellungen
«Kalte Ente», (klima:eiskalt), Basel, 2006
Galerie frontstore, Basel, 2004
Baudepartement, Basel, 2002
Galerie frontstore, Basel, 2002
Galerie das Labyrinth, Basel, 1993/1995
Ghetto, Basel, 1993
Ankauf Kunstkredit Basel-Stadt, 1994
_Verwirrspiele Kerstin Richter
Wie Werkstattversuche kommen die Zeichnungen daher, ungeschminkte Ideen, nur von dem laufenden Imaginationsfluss geordnet. Sie ähneln dem schnellgeschriebenen Konzept vor der geschönten und sterileren Reinschrift. Das leicht vergilbte Papier und die Hintergrundölauflagen unterstreichen das scheinbar Zufällige und Prozesshafte.
Als Einzelbild sind sie nicht wirklich dekodierbar. Assoziationen an Figuren, Handlungen werden wachgerufen, doch bleiben sie schablonenhaft, erinnern bisweilen an Blaupapierpausen der Kindheit, die mühsamen Versuche die Grundstrukturen der abgebildeten Welt durch die Kopie ihrer Umrisse zu erfassen. Genau dieser Ordnungsversuch spiegelt sich denn auch in den immer wieder anzutreffenden Gitterstrukturen.
Kein Umriss, kein Fragment gewinnt dabei wirkliche Individualität, doch sind nicht gerade die Erinnerungsbilder unseres Gedächtnisses auch ähnlich schemenhaft, gesichtslos? Es geht nicht um die abstrahierten, das Ganze zusammenfassenden Zeichen, gleich den Piktogrammen – nein, die Einzelbilder tragen Spuren persönlicher Assoziationen in sich. Sie können wie Perlen aufgefädelt werden, die Reihenfolge dabei ist frei wählbar. Die Gruppe hat ein von der individuellen Persönlichkeit des Betrachtenden geprägtes Assoziationspotential, er kann damit spielen, wenn er will. Die Elemente, in ihrer quadratischen Form Bausteinen gleich, lassen sich immer wieder neu miteinander in Beziehung setzen.
Sie sind frei dafür, werfen den Betrachter jedoch oft auf seine Grenzen, die eigenen festverankerten Klischees zurück. Ist nicht dieses Fragment einer Gestalt in Haltung und Geste typisch weiblich oder jene Komposition Teil eines Bauplans und kalte Technik? Doch sobald die Klischees anspringen, ist auch die Irritation zur Stelle, wird die vermeintliche Lösung hintertrieben. Hier wird keine Botschaft vermittelt. Jeder derartige Versuch muss ins Leere laufen.
Die Gruppen, der Künstler nennt sie bewusst nicht Serien, changieren zwischen klarer Botschaft in starren Definitionen und der Beliebigkeit des Chaos. Sie bilden ein flexibles System zwischen beiden Polen. Nichts soll wirklich abgebildet, erfasst werden. Keine festlegbare Bildwahrheit wird wiedergegeben und doch ist das Sublime, die Überhöhung der Realität enthalten. Die Zeichnungen, wie auch die Bilder sind keine Karikatur.
(...) Die Bildtitel bedienen sich des gleichen Mechanismus der Irritation, laden ein zu Deutungen und werfen den Betrachter damit doch oft auf seine eigenen Denkstrukturen zurück. Wir sehen, was wir zu wissen glauben. Hier eine Einladung, darüber hinaus zu sehen.
(Kerstin Richter, Kunstwissenschaftlerin. Zur Ausstellung «Hauptsache Zeichnung» frontstore, August 2004)
_Stellen wir uns dem Hasenproblem? Hilft uns das Schafsleuchten? Über den Umgang mit Welterklärungsbildern.
Bild und Text, welche sich als gleichberechtigte Elemente gegenüberstehen, dienen hier nicht der Hinführung auf eine festgelegte inhärente Botschaft, welche es zu dechiffrieren oder zu erraten gilt. Die einzelnen Bild- oder Textfragmente sind auch keine autonomen Sinnträger, wofür zum Teil auch die Form der mehrteiligen Arbeit steht: Das Wesentliche ereignet sich im imaginären Bereich zwischen den einzelnen Elementen. Ihre behauptete Ordnung oder inszenierte Unordnung ist eine Aufforderung zum Spiel mit Zeichen, Symbolen und Bedeutungen, denn der eigentliche Ort der Bilder und Geschichten ist der Betrachter, die Betrachterin selbst. (bjb)
_Links
visarte Basel
dock: aktuelle Kunst aus Basel
Kunstkredit Basel-Stadt
Andreas Rickenbacher
Caspar Abt
Colette Couleau
Robin Ballard
The Cloud Appreciation Society
... etc. (Archiv bjb)
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